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Hille (nas). In der Aula der Verbundschule hat die Gemeinde Hille in Zusammenarbeit mit der Musikschule Hille einen Benefizabend veranstaltet. Dabei wurden Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt.
Mit Beispielen, wie wenig Geld nur nötig sei, um ganzen Familien das Leben zu retten, forderte der Bürgermeister zum Spenden auf. "Für 30 Euro bekommt man ein Überlebenspaket für eine siebenköpfige Familie und für 200 Euro einen Wassertank für 100 Familien."

Das Geld wird an die Organisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" weitergeleitet. Dort soll es für die medizinische Behandlung vor Ort, Nahrungsmittel und Notunterkünfte sowie die Trinkwasseraufbereitung verwendet werden.
Schweiß bedankte sich bei allen Chören, Schulen und Vereinen sowie bei Musikschulleiter Stephan Flore, der den Abend organisiert hatte. Zusammen mit Flore und der Gemeinde ist die Idee zu dem Benefizabend entstanden. "Schon vor fünf Jahren haben wir für die Tsunamiopfer gesammelt. Auch dieses Mal haben alle Chöre sofort mitgemacht", berichtete Flore.
In knapp 14 Tagen hat er die Musiker zusammengetrommelt und das Programm auf die Beine gestellt. Die Mitarbeiter der Verwaltung haben Plakate gedruckt, Werbung gemacht und kümmern sich um die Spenden des Abends. "Die Spendenboxen sind sonst eigentlich unsere Wahlurnen. Wir haben sie umfunktioniert", erklärte Gerhard Uphoff von der Gemeinde Hille.
Denn mit einem dicken Schloss wirken die Boxen nicht nur seriöser als Pappkartons, sondern sind auch deutlich sicherer. "Spendenquittungen können auf Wunsch ausgestellt werden. Die Quittungen werden direkt von der Organisation Help angefertigt und müssten in einigen Tagen ankommen", so Uphoff.
Musikalisch bot der Abend eine breite Palette an Unterhaltung. So konnten sich die Zuschauer bei Chorgesang, Blasmusik oder Gospelsongs amüsiert zurücklehnen. Kleine Aufführungen wie Tänze oder Rollenspiele lockerten das Programm auf. So tanzten die Schüler der Grundschule Nordhemmern zu einer Country-Version von "Jingle bells", während die Grundschüler aus Rothenuffeln ein Rollenspiel zum Thema "Schwarze in Amerika" vorführten.
Besonders rührend sangen die Kinder der Grundschule Hille das Lied "Heal the world" von Michael Jackson. Mit Wunderkerzen in den Händen und Bildern auf einer Leinwand zeigten sie ihr Mitgefühl und riefen Betroffenheit hervor.
Der Gospelchor "go(o)d news" sorgte mit peppigeren Tönen für gute Unterhaltung. Die Mitglieder sangen "We pray" und "I can call your name". Einen lustigen Arztsketch bot der Heimatverein "Zwischen Berg und Bruch". Außerdem mit dabei waren die Chorgemeinschaften im MGV und "Am Wiehen", der gemischte Chor "Sangeslust", der Kirchenchor Oberlübbe, der Männerchor Oberlübbe/Siemshof, die Hiller Hornisten, die Musikschule Hille, die Verbundschule, der Gospelchor "Feel go(o)d" sowie die Posaunenchöre der Gemeinde Hille. Wie viel Geld bei der Aktion zusammengekommen ist, wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.